Die drei Grundprinzipien der Osteopathie

Dr. A. T. Still, der Begründer der Osteopathie, definierte drei wichtige Grundprinzipien:

  • Der Körper ist eine Einheit.
    A. T. Still sprach von einem «triune man», also dass Körper Geist und Seele eine Einheit bilden.

    Das bedeutet also, dass bei einem Problem nicht nur ein Organ betrifft, sondern die Harmonie des ganzen Körpers beeinträchtigt ist. Deshalb wird in der Osteopathie die betroffene Körperstelle und auch der Körper als Ganzes untersucht und behandelt.

  • Die Struktur dirigiert die Funktion und die Funktion formt die Struktur.
    Wird also durch einen exogenen oder endogenen Faktor die Struktur eines Organs verändert, z.B. durch einen Unfall, verändert sich auch dessen Funktionsweise und es kommt zur Krankheit.
    Aber auch anders herum: Benutzt man ein Körperteil ausserhalb seiner angedachten Funktion, z. B. durch eine wiederholte, unergonomische Arbeitsweise, verändert sich mit der Zeit die Struktur und es kommt zur Krankheit.

  • Der Körper verfügt über Selbstheilungskräfte.
    Es besteht der Wille des Körpers, möglichst ökonomisch zu funktionieren. Dabei bildet er ein komplexes Gleichgewichtssystem und will sich gegenüber der Krankheit selbst regulieren bzw. heilen.
    A. T. Still sagte einst: «To find health should be the object of the doctor. Anyone can find disease.» Die Aufgabe des Osteopathen besteht also darin, die Stelle zu finden, wo die Selbstheilung des Körpers ins Stocken geraten ist